Zaungäste

Wir sind ja immer mit unseren Ohren da, wo die Musik spielt. Kein Wunder also, dass wir friedliche Zaungäste sind, da wo zur Zeit die lauteste Musik gespielt wird.

Und da sitzen wir hier so unbeachtet rum und da fragt mich Astoria:

“Du, Walnuss, hast Du das gehört?”
“Nein, was denn?” 
“Na, Frau Merkel hat doch eben gesagt, wir Deutschen müssten erst darauf vorbereitet werden, dass wir so viel Geld an Afrika geben sollen. Das stimmt doch gar nicht!”
“Wem hat sie das denn gesagt?”
“Dem Bono, der geht ja ein und aus bei der.”
“Und wieso soll das nicht stimmen, Astoria? Wir haben doch gar kein Geld über in Deutschland. Uns geht es doch so schlecht, weisst Du doch!”
“Das stimmt überhaupt nicht, Walnuss. Ich glaube, dass außer mir noch ganz viele Deutsche pro Woche 2,- € abgeben würden. Und Manche sogar mehr, dann könnten die, die weniger haben, weniger geben. Ich finde das total gemein von Frau Merkel, das sie so was sagt, weil sie doch gar nicht gefragt hat – mich und alle anderen Deutschen! Wie kann sie dann so etwas behaupten? Was soll denn die Welt von uns denken?”
“Da hast Du recht!”
“Du gibst mir recht?”
“Ja!”
“Und wenn die nicht so viel Geld für diesen Gipfel ausgeben würden, nur für die paar Tage, dass wären die ersten vielen Millionen eh schon zusammen. Du, Walnuss, was macht denn der da hinten?”
“Wer?”
“Da der Nelson, das Lord-Schwein?”
“Der ist jetzt immer dabei, der ist doch unsere Männerquote an Bord.”
“Na gut, Schwein kann ja Jeder brauchen!”

~ von walnussastoria3archiv am Mai 8, 2008.

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