In der Hand
Fast Jeder hat eins - ein Handy.
Manche haben sogar zwei und mehr.
Kaum vorstellbar, ohne Handy aus dem Haus zu gehen -
immer erreichbar sein, immer bereit zum Gespräch.
Mit dem Handy in der Hand im Supermarkt,
das Handy liegt auf dem Tisch des Restaurants,
begleitet an den Arbeitsplatz,
ist im Auto dabei, im Zug und in der Straßenbahn.
Unfreiwillig erleben Wildfremde Streitgespräche,
Vetragsverhandlungen, Liebesgeflüster, hektisches
“Ich komme heute später” oder “Was soll ich einkaufen” mit.
Handy und Handynutzer gehen zusammen eine Einheit ein,
und nehmen die Umwelt nur eingeschränkt war.
Ständig piept die SMS-Anzeige, Gespräche ersterben im Handygeklingel.
Längst schon gibt es zurecht in vielen Restaurant Handyverbot.
Ist das Handy mit all seinen vielen Kommunikationsmöglichkeiten
vielleicht gleichzeitig auch Kommunikationstöter?
Ist das Telefonat mit Anderen
wichtiger als das Erleben der Realität geworden?
Für den Notfall - so war das Handy mal gedacht -
heute gibt die Immer-Erreichbarkeit kaum noch Nischen
für Intimität und Erleben eines Moments mit allen Sinnen.
Schalt doch mal wieder Dein Handy aus,
betrachte ungestört Dein Gegenüber
oder konzentriere Dich auf den Moment!


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