Im Wiener Rad

Symbolcharakter hatte das Riesenrad immer schon. Bei seiner Eröffnung diente es als bestaunte Attraktion über den Dächern von “Venedig in Wien”. Nach dem Zweiten Weltkrieg zählte das Riesenrad mit dem Stephansdom und der Wiener Staatsoper zu den ersten Gebäuden und Objekten, die wiederaufgebaut wurden. Um den Charakter der Stadt, um das Überdauern des Wienerischen zu demonstrieren.

Ab dem 1. Mai erhellt ein neuer Fixpunkt den nächtlichen Himmel über den Dächern Wiens. Das Riesenrad, von Lichtarchitekt Patrick Woodroffe neu in Licht gehüllt. In weichem Gold präsentiert sich das Riesenrad als solches, in kühles, klares Silber getaucht die Pylonen. Wo bisher fluoreszierende Lichter waren, dominiert ab nun warmes, bernsteinfarbenes Licht. Mehr noch, im Zusammenspiel mit den anliegenden Gebäuden des Areals wird der Eindruck erweckt, das goldene Licht bewege sich rund um das Riesenrad. Nicht nur ein lichtes Kunstwerk wird das neue Riesenrad, es bietet auch konkreten Nutzen. Sowie es dunkel wird, “schlägt” das Riesenrad die vollen Stunden: Jeweils zwei Minuten vor der vollen Stunde erwacht das Rad zum “Leben” und “blitzt” so oft auf, wie spät es ist. Achtmal um 20 Uhr, neunmal um 21 Uhr. Das Riesenrad wird eine überdimensionale Lichtuhr, die beinahe überall in der Stadt gesehen werden kann. Das Riesenrad strahlt in die Nacht und wird in diesem Jahr 110 Jahre alt. Und wer noch mehr Details über dieses Rad wissen möchte, der klickt hier!

Nach einer Fahrt im Riesenrad fragt man in geBÄRdensprache:

Und, habt Ihr die Frage verstanden?

~ von walnussastoria3archiv am Mai 8, 2008.

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