Ich habe fertig
Musiker sein ist sicher schwer, schwerer allerdings
ist es, als Musiker Geld zu verdienen. Um aus dem
Schatten der Schülerkellerband heraus zu kommen,
wagte Emty-Trash-Frontmann Max Buskohl den Weg zum
Privatfernsehen und stellte sich der Wahl zum neuen
deutschen Superstar. Er versuchte, sich als Rocker
möglichst wenig von seinem eigenen Verständnis als
Musiker zu entfernen, aber der Weg zum Superstar hat
seinen Preis: Man muß die Regeln eines großen Systems
zum Geldverdienen einhalten. Nun geht er – er ist unter
die letzten Drei gekommen und geht – weil er nicht ohne
seine Emty-Trash-Bandkollegen berühmt sein möchte.
Vielleicht hofft er ja auch, dass genug Ruhm vorhanden
ist, um aus dem Keller heraus auf größere Bühnen zu
kommen. Als Teamplayer und nicht als Einzelkämpfer.
Hoffen wir mal für den sympatischen Querkopf, dass
es für ihn aufgeht und sein bemerkenswerter Verzicht
für ihn ein Gewinn wird.
Und für seine Fans bleibt ein Trost: Sie brauchen nicht
mehr teure Telefnoanrufe für ihn tätigen, sondern
können das Geld lieber für eine Karte für’s nächste
Emty-Trash-Konzert in Kreuzberg ausgeben! Beim nächsten
Stop-over über Berlin werden unsere ÜberALL-Kolumnistinnen
mal runterschauen, wo es da so uneigennützig rockt ![]()


Einen Kommentar schreiben