Auf den Spuren von Dr. Brady Barr

Während Astoria sich seelisch auf einen Zahnarztbesuch vorbereitet, beteiligt sich die mutige Walnuss unter Lebensgefahr, in engster Zusammenarbeit mit Dr. Brady Barr, auf ein waghalsiges Experiment vor … die Erforschung des Katzenflohs …

default

Nachsatz: Wer mehr zu dDr. Brady Barr wissen will, dem haben wir hier Herausragendes über ihn zusammengestellt:

Lebensgefahr – Wie ein US-Forscher die wilden Reptilien in Afrika überlistet – Zoologe kriecht in Krokodil-Höhle. Sein Kostüm ist täuschend echt. Auch für die Tiere.
Als Dr. Brady Barr (44) beschloss, sich als Krokodil zu verkleiden, war es überlebenswichtig, dass seine Tarnung 100-prozentig glaubwürdig war. Denn er riskierte, als Mahlzeit eines ebensolchen sein Leben zu beenden . . . Der texanische Zoologe stand im Namen der Wissenschaft Todesängste aus, als er sich in einem Krokodilkostüm unter eine Kolonie Nilkrokodile in Tansania mischte. Barrs Verkleidung bestand aus einem Krokodilkopf aus Glasfasern, der an einem Schutzkäfig aus Aluminium befestigt war.

Um den Menschengeruch zu übertünchen, hatte der Zoologe über den Käfig ein großzügig mit Nilpferddung beschmiertes Segeltuch gespannt. Auf allen vieren wagte sich Barr, dessen Tarnung inklusive Schwanz vier Meter lang war, in nächste Nähe der bis zu sechs Meter langen Killer. Der Zoologe, der bereits alle 23 Krokodil-, Alligator- und Kaimanarten in der Wildnis erforscht hatte, stand Todesängste aus, als das größte Tier der Kolonie nach einer versehentlichen plötzlichen Bewegung misstrauisch wurde.

“Oh, das Große kommt direkt auf mich zu”, wispert der Zoologe in der Dokumentation über seinen gefährlichen Forschungstrip nach Afrika, die am kommenden Montag in dem britischen TV-Sender “National Geographic Channel” ausgestrahlt wird (in Deutschland ist der Kanal nur digital im Kabel oder via Satellit verfügbar). “Es beobachtet mich. Ich bin sehr nervös. Ich muss weg hier!”

Doch als sich der Forscher zurückziehen will, versperrt ihm ein weiteres Tier von hinten den Weg. Ein schweißbedeckter Barr flüstert in sein Mikrofon: “Ich stecke zwischen zwei Riesenkrokodilen fest. Wie dicht ist das hintere an mir dran?”

Anwort aus dem Off: “Neben deinem rechten Bein.” Barr: “Es wäre also gefährlich, wenn ich mich bewegen würde, nicht wahr?” Antwort: “So ist es!”

Ein Drittel aller Krokodilarten ist vom Aussterben bedroht – und Barr möchte mit seiner Arbeit weltweit auf diese Notlage aufmerksam machen. Seine Reise führte ihn dieses Mal nach Tansania, wo Nilkrokodile in der Trockenzeit in Schlammlöchern am Flussufer lauern und sich übereinander in Erdlöchern drängen.

Als ein Nilpferd und sein Junges neugierig an ihm schnupperten, zweifellos von seiner Dungbeschichtung angelockt, blieb der Forscher so ruhig wie möglich. “Das hätte eine sehr gefährliche Situation werden können”, so Barr nach der Begegnung. “Und das passierte, bevor ich überhaupt ein Krokodil gesehen hatte.”

Nach mehreren vergeblichen Anläufen gelang es ihm schließlich, in die Krokodilhöhle vorzudringen und an den Schwänzen der Reptilien Miniatur-Transmitter zu befestigen, die Bewegungen sowie wissenschaftliche Daten wie die Temperatur in der Höhle aufzeichnen.

“Auf die Krokodile zuzukriechen war nicht leicht”, berichtet der Zoologe nach seinem Abenteuer. “Doch viel schlimmer war, dann auch noch in ihre Höhle zu krabbeln. Wenn man so etwas tut, riskiert man sein Leben. Ich befürchte, dass ich zu alt und zu langsam für so etwas werde.”

~ von walnussastoria3archiv am Mai 8, 2008.

Einen Kommentar schreiben