Live Earth – Ein Konzert für den Klimaschutz

Heute ist die größte weltweite Party, die es je gab. Musik ohne Ende, Star-Gig reiht sich an Star-Gig, die Auftrittsliste liest sich wie das „who-is-who“ der Musikbranche. Aber es ist ja auch immerhin eine Party für unsere Erde, die wir bewohnen, erleben und, da sind wir uns alle einig, nicht vernichten möchten. Es ist immer noch kurz vor 12, wir haben noch Zeit zum Handeln. Die Experten sind sich einig, wenn wir in den nächsten 10 Jahren die richtigen Weichen stellen, dann können wir die Erde als Lebensbereich schützen und die katastrophalen Veränderungen aufhalten.

„Eine unbequeme Wahrheit“, mit seinem Oscar-prämierten Documentarfilm über den Klimawandel hat Al Gore, einst ein Vizepräsident der USA, ein eindringliches Plädoyer für ein Innehalten und ein massives gemeinsames Umdenken der Menschheit gehalten. Er möchte damit aufrütteln, wir sollen die selbst verschuldete Katastrophe noch verhindern, jetzt handeln und nicht zuschauen. 

Al Gore selber war einmal der nächste Präsident der USA und ist es nach seiner umstrittenen Wahlniederlage gegen George Buch dann doch nie gewesen. Er war auch mal der WG-Kumpel von Tommy Lee Jones, saß im Debattierclub von Harvard, ist Aufsichtsrat bei Apple, leitet eine Öko-Investfirma und hat jetzt das weltweite Live-Earth-Konzertspektakel initiiert. Man muss Al Gore nicht mögen, seine Auftritte sind nicht uneitel und man kann auch Widersprüchliches entdecken in seinem tagtäglichen Tun. Aber das nimmt seiner Botschaft nichts von ihrer Eindringlichkeit und Brisanz. Und es bleibt zu hoffen, dass wir nun nicht nur weltweit tanzen, sondern die Botschaft mit nach Hause nehmen und überlegen, welchen noch so kleinen Beitrag wir tagtäglich leisten können, um mit den Ressourcen unserer Erde vernünftig und sparsam umzugehen und um das Leben auf ihr auch für zukünftige Generationen zu sichern. Es ist also diesmal ausnahmsweise genau umgekehrt:

 

~ von walnussastoria3archiv am März 28, 2008.

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