Hamstern was das Zeug hält

Hamsterprolog

Genau wie viele Menschen essen Goldhamster unter Stress zu üppig und nehmen an Gewicht zu.

Das haben Wissenschaftler herausgefunden, indem sie zwei der normalerweise als Einzelgänger lebenden Tiere in denselben Käfig setzten. Wurden die Hamster mehrmals solchen Stresssituationen ausgesetzt, aßen sie deutlich mehr als entspannte Artgenossen einer Kontrollgruppe und legten auch an Gewicht zu.

Einsame Hamster essen nicht besonders viel. Erst wenn ein Zweithamster ihre Käfigruhe stört, fangen sie an zu hamstern.

Die Lösung des Rätsels ist einfach: Hamster sind Einzelgänger, die Zweisamkeit bereitet ihnen Stress. Macht Einsamkeit nun voll dünn statt dick?

Damit könnte der Goldhamster ein ideales Modell sein, um die Ursachen der Gewichtszunahme unter Stress beim Menschen besser zu verstehen.
Na gut, es geht auch bei den Hamstern natürlich nicht um eine harmonische Form von Zweisamkeit. Sie streiten sich, der eine ist immer der Dumme, und dann ist er frustriert und futtert. Aber dass der soziale Druck eines Hamsters Modell stehen soll für menschlichen Stress - mit dem Chef, der Liebschaft, oder gar der scheiternden Diät?

Einsamkeit mag vielleicht wirklich dünn machen - wenn man gern allein ist. Aber wenn Menschen sich treffen, ist das vermutlich eher stressfrei - und es wird (hoffentlich) gut gegessen. Dann ist man doch lieber etwas moppelig. Anstatt allein.

Hamster und die Liebe

~ von walnussastoria3archiv am März 28, 2008.

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